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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TV-Signal/Sat über Cat7 bzw. RJ45 verteilen



derBert
04.07.11, 20:35
Hallo,

in diesem oder dem KNX-User-Forum hatte ich gelesen, man solle beim Neubau heute kein Koax-Kabel mehr von der Sat-Schüssel durchs Haus zu den 10-12 Empfänger-Steckdosen legen, das wäre über. Ich hatte das so verstanden, dass ich hinter die Sat-Schüssel einen Konverter auf IP setze und dann über das zentrale Patchfeld beliebig im Haus drauf zugreifen kann. Insbesondere also auch mehrere Endgeräte unabhängig voneinander versch. Programme sehen.

Wenn ich aber genauer nach dem Thema google, komme ich nicht recht weiter. Der Eli sagt "ja, das geht, genaueres weiss ich aber auch nicht", der örtliche Hifi-Spezialist hat davon noch nie was gehört "Wenn das ginge, würden das längst alle so machen". Auch hinsichtlich der Endgeräte (Fernseher/Receiver...) konnte mir niemand helfen.

Da wir gerade die Planung für unseren Neubau machen, frage ich mich, ob ich jetzt neben Strom, Cat7 und "grün" noch Koax verlegen, oder einfach einige Ethernetsteckdosen mehr spendieren soll.

Freue mich über Hinweise, nachdem div. teils sehr alte Threads aus der Board-Suche mich nicht weitergebracht haben.

Herzlichen Dank und beste Grüße!
"DerBert"

EIB-Freak
04.07.11, 22:17
Ethernetsteckdosen sind sicherlich kein Fehler. Aber richtig Bandbreite - gerade für HD - bekommt man momentan nur gescheit über Koax. Deswegen bieten such so viele Kabelanbieter Internet über Kabel an - da gehts ja bei 16Mbit/s erst los.

Ergo: Genug LAN (jeder VDR, TV und Spielekonsole hat heute LAN) aber auch SAT/CATV.

msth
06.07.11, 14:44
Hi,
ich habe mir eine Verteilsoftware gebaut.

Im HWR läuft für diverse Aufgaben ein Server. Auf diesem läuft ein VDR. Und stellt das Fernsehn für die Clients im Netz zur Verfügung. Die Clients könnten nun Laptops, Smartphones oder wie bei mir ein kleiner PC mit XBMC Frontend im Wohnzimmer sein.

Somit benötige ich nur im HWR Sat Kabel, im Rest des Hauses reicht Cat6

Gruss Mario

derBert
06.07.11, 17:05
Das klingt sehr interessant. Und wie ist das User-Interface und der WAF?

Kann man an versch. Stellen im Haus ganz normal den Fernseher einschalten und mit der Fernbedienung durch die Kanäle zappen(WAF=100%)?

Wie kommt das Bild aus dem Netzwerk in den Fernseher wenn der noch keinen Netzwerkanschluss hat? Braucht es da jedesmal einen Computer (WAF=0,001) oder einen Netzwerkfähigen Receiver (WAF=70%) oder sonst irgendeinen Wandler?

Was braucht man für einen Server? Stromverbrauch und eingesetzte Software (Selbstgestrickte Linux-Lösungen fallen für mich raus)? Wie stabil läuft das Ganze?

msth
07.07.11, 09:56
Hi,


Und wie ist das User-Interface und der WAF?
also meine Frau hat kein Problem damit.

http://xbmc.org/skins/confluence/


Wie kommt das Bild aus dem Netzwerk in den Fernseher wenn der noch keinen Netzwerkanschluss hat? Braucht es da jedesmal einen Computer (WAF=0,001) oder einen Netzwerkfähigen Receiver (WAF=70%) oder sonst irgendeinen Wandler?

Das System lässt sich mit einer "normalen" Fernbedienung bzw dem Smartphone bedienen.

http://xbmc.org/freezy3k/2010/07/13/official-xbmc-remote-for-android/

Es ist ein PC, welcher in einem passendem Gehäuse sitzt.

http://www.nesteq.de/de/products/cases/ms550/

Dieser ist dann via HDMI mit dem TV verbunden.


Was braucht man für einen Server? Stromverbrauch und eingesetzte Software (Selbstgestrickte Linux-Lösungen fallen für mich raus)? Wie stabil läuft das Ganze?

Der Server läuft aktuell 24h. Bei rund 60W. Dieser Server dienst als Backend für mein Touchscreen, als Backend für mein Multiroom Audio System, und als Logik Zentrum (linknx) für die KNX Installation. Aktuell habe ich 4TB im Raid 5 Verbund installiert.

In dem Server steckt eine Dual DVB-S2 Karte. Somit können min. 2 Unterschiedliche Spartenkanäle im Haus gesehen werden. Wenn dies irgendwann nicht mehr langt, kann man weitere Karten einbauen.

Mann kann fertige Linux Lösungen nehmen, oder selbst Hand anlegen. Bei mir ist eine eine Kombination aus einem aktuellem Ubuntu 11.04 und einigen beta yaVDR Paketen.

http://www.vdr-portal.de/

Gruss Mario

derBert
07.07.11, 11:13
Könnte man bei grösseren Strecken statt HDMI auch Ethernet nehmen?

Du schreibst "auf _dem_ TV". Könnte das System so auch 3-4 TVs gleichzeitig (mit untersch. Programmen natürlich) versorgen? Soll ja vorkommen, dass die Kinder etwas anderes sehen wollen als Mama im Wohnzimmer und Papa im Büro. Oder bräuchte man dafür mehrere PCs?

Wie stabil läuft das Ganze? Von einem Reg-PC erwarte ich, dass er 10 Jahre ohne anfassen läuft. Bei einem normalen PC sind meiner Erfahrung nach schon mehrere Wochen/Monate ohne Reboot respektabel.

msth
07.07.11, 11:26
Also es ist eine Client Server Installation. Der Server steht irgendwo im Hintergrund. dieser Empfängt via DVB-S, C oder T das TV Signal. Der Client z.b. ein PC mit XBMC , welcher via HDMI mit dem TV Verbunden ist, ist via LAN mit dem VDR verbunden. Dies würde auch via WLan funktionieren.

Da im Server quasi 2 Receiver stecken, können min. 2 Unterschiedliche Programme von den x Clients gesehen werden.

Minimum deshalb, weil z.b. Sat.1 ProSieben, und Kabel1 auf der selben horizontalen bzw. vertikalen Frequenz laufen. Deshalb können x Personen gleichzeitig Programme in der gleichen Frequenz sehen. Aber wenn Unterschiedliche Frequenzen gesehen werden, dann max. 2. Also z.b. die Eltern sehen ProSieben, und nehmen gleichzeitig RTL auf. Dann können die Kinder kein Sky sehen. Aber Sat.1., weil Sat1 auf der selben Frequenz wie ProSieben liegt.

Verständlich ?

Zur Stabilität kann ich noch nicht viel sagen. Mein System läuft erst seit ein paar Wochen. (ohne reboot)

Ich höre wenig Negatives. Wenn man die aktuelle stable einsetzt, müsste es auch mal ein Jahr ohne reboot durchlaufen.

Ich spiele halt viel, deshalb möchte ich immer die neusten Features. Dies stürzt dann eher mal ab.

Gruss Mario

derBert
07.07.11, 12:08
Ah, verstanden. Das bedeutet aber auch, dass ich eben doch an jedem Fernseher einen PC brauche um das Bild zu empfangen?

Denn wir planen mit 6 TVs - das wäre dann eher problematisch, oder? Wobei ich (als bisher Kabel-Nutzer) sowieso schon von der Vorstellung genervt bin, zukünftig überall Sat-Receiver zusätzlich hinstellen zu müssen. Bisher konnte man einfach einen schlanken Flachbildschirm an die Wand schrauben und fertig. Und wenn der (wg. PIP-Funktion) einen Twin-Tuner hatte, ging das über ein simples Y-Kabel. Da werde ich mich wohl so oder so umstellen müssen.

ASL_Berlin
07.07.11, 13:02
Also moderne Flachbildfernseher haben eigentlich eingebaute Sat-Receiver, da muss also auch nur das Kabel ran. Achte einfach beim Kauf darauf, das er DVB-S hat für Sat und am besten noch -C (Kabel) und -T (terrestrisch).

Alternativ könntest Du auch eine so genannte Kopfstation bauen, da werden einzelne Sat-Frequenzen auf Kabel umgesetzt. Da kostet jedoch die Technik viel, lohnt sich normalerweise nicht für ein EFH.